Erfolgsgeschichten

Im Rahmen des HOCHSPRUNG-Award werden Konzepte prämiert, welche die Gründungsdynamik und Entrepreneurship-Kultur an Hochschulen in Bayern fördern. Die Ideen sollen im Rahmen des Wettbewerbs sichtbar werden und als Best Practice-Beispiele später auch auf andere Hochschulen übertragbar sein. Um Ihnen den Austausch zu ermöglichen, finden Sie hier eine Übersicht der eingereichten Konzepte des HOCHSPRUNG-Award 2016 mit den jeweiligen Ansprechpartnern. Selbstverständlich können Sie bei Fragen auch gerne das HOCHSPRUNG-Projektmanagement ansprechen.

  • 1. Platz: Projekt "`Law Games´-`Serious Gaming´"

Ansprechpartner: Prof. Dr. Kai von Lewinski, Universität Passau, Lehrstuhl.Lewinski@Uni-Passau.de

Geschäftsmodelle und Businesspläne sollten auch in rechtlicher Hinsicht durchgespielt werden. Viele Varianten lassen sich besonders gut identifizieren, wenn man dies mit verteilten Rollen tut. Dieser Ansatz des Durchspielens von Konstellationen des echten Lebens wird oft „Serious Gaming“ genannt, Juristen-Cineasten geht das Wortspiel „Law Games“ durch den Kopf.

Das so benannte Projekt adressiert zum einen Start-ups, die sich eine rechtliche Erstberatung wünschen. Zum anderen werden Studierende der Rechtswissenschaft an die Praxis der Rechtsberatung herangeführt. Das Projekt bildet eine Brücke zwischen (Rechts-)Wissenschaft und der (Rechts-)Wirklichkeit von Unternehmensgründern. In Zusammenarbeit mit dem Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern (Standort Passau) soll ein Planspiel entwickelt werden, bei dem Studierende für ein Start-up eine existierende geschäftliche (Konflikt‑)Situation in einem fiktiven kompetitiven Umfeld rechtlich „durchspielen“. Dabei sollen die Teilnehmenden ihr Wissen und ihre Kreativität unter Anleitung eines Volljuristen zugunsten der Start-ups anwenden – und dabei Spaß haben und Jura besser begreifen.

  • 2. Platz: Projekt "integrAi.de"

Ansprechpartner: Prof. Dr. Sascha Friesike, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Sascha.friesike@uni-wuerzburg.de

Das Seminar „integrAi.de“ richtet sich an Studierende der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren und Social Entrepreneurship anhand eines praktischen Projektes lernen möchten. In dem Seminar wird zum einen gelernt, komplexe Probleme zu strukturieren, zu verstehen und Aspekte davon zu lösen. Zum anderen wird die Möglichkeit geboten, das Gelernte sofort anzuwenden und so die theoretischen Konzepte selbst anhand eines praktischen Problems umsetzen zu können.

  • 3. Platz: Projekt "Business Planning International"

Ansprechpartnerin: Nadine Chochoiek, LMU Entrepreneurship Center, Nadine.chochoiek@lmu.de

Bei „Business Planning International“ erarbeiten im Laufe eines Kurses interdisziplinäre Teams aus Studierenden aller Fakultäten der LMU eine Geschäftsidee. Diese wird direkt am Markt erprobt und innerhalb eines Semesters zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell entwickelt. Der Kurs wird voraussichtlich als „Blended Learning“ angeboten. Die Inhalte werden vorrangig über eine Online-Plattform vermittelt, in einzelnen Präsenzveranstaltungen stellt jedes Team den aktuellen Stand des Projekts vor. Zum Abschluss wird eine finale Präsentation gehalten und der Businessplan eingereicht. 

  • Projekt "STARTstipendium"

Ansprechpartner: Florian Fuchs, START Erlangen-Nürnberg e.V., vorstand@start-nuernberg.de

Das Konzept des „STARTstipendium“ besteht darin, Studierenden in der Vorgründungsphase eine Plattform zu bieten, um sich mit anderen auszutauschen und ihre Ideen voranzutreiben. Dazu wird ein Businessplan- und ein Pitchworkshop angeboten. Die Studierenden haben danach vier Wochen Zeit, um ihr Konzept auszuarbeiten. Nach dieser Phase haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr Konzept vor einer Jury zu pitchen, die dann drei Gewinnerteams bestimmt. Die Gewinner erhalten Dienstleistungen im Gesamtwert von ca. 20.000 Euro.

  • Projekt "Gründung digitaler Unternehmen mit professionellem Projektmanagement"

Ansprechpartner: Prof. Dr. Harald Wehnes, Universität Würzburg, wehnes@informatik.uni-wuerzburg.de

Das Grundkonzept besteht aus dem Vorlesungsmodul "Professionelles Projektmanagement in der Praxis" und dem praxisnahen Modul "Unternehmensgründungsprojekt", in dem die Theorie (Motto "Learning by Doing") in Teamarbeit praktisch auf eine digitale Gründung angewandt wird. Die Hauptzielgruppe sind Studierende der Informatik, aber auch Angehörige anderer Fakultäten können teilnehmen. Am Ende des Semesters werden die Ergebnisse und Erfahrungen präsentiert und im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung prämiert. Seit der Einführung des Formats im SS 2000 wurden über 100 Gründungsprojekte umgesetzt.

  • Projekt "Startup Challenge"

Ansprechpartner: Dr. Sebastian Engel, FAU Erlangen-Nürnberg, Sebastian.engel@fau.de

Die „Startup Challenge“ ist ein onlinebasiertes Planspiel mit Fokus auf dem Thema Unternehmensgründung in Zusammenarbeit mit den sechs größten Hochschulen Nordbayerns (im Pilotlauf 2016). Die zentrale Koordination übernimmt die FAU Erlangen-Nürnberg. Die teilnehmenden Teams (je 3-4 Studierende) durchlaufen mit ihren virtuellen Start-ups den gesamten Prozess einer Unternehmensgründung. Parallel zum Planspiel werden Fach-Webinare angeboten. Die acht besten Teams können in einem Präsenzfinale an ihren eigenen Gründungsideen weiterarbeiten, sich untereinander austauschen und zwei Tage lang Workshops besuchen. Ab 2017 soll die „Startup Challenge“ in Kooperation mit HOCHSPRUNG für alle bayerischen Hochschulen angeboten werden.

  • Projekt "1x1 Start-ups"

Ansprechpartner: Timur Burlaka, OTH Regensburg, timur.burlaka@gmail.com

Das Projekt „1x1 Start-ups“ zielt ab auf gründungswillige Studierende, die aber finanziell nicht unabhängig sind und dies als größte Hürde auf dem Weg zur eigenen Unternehmensgründung sehen. Sie können sich auf eine Mini-Job-Stelle bewerben. Im Rahmen dieser Tätigkeit arbeiten sie an ihren Gründungsideen und können diese kollaborativ ausprobieren. Daraus sollen dann möglichst schnell Unternehmen mit MVPs (Minimum Viable Products/Services) entstehen. Das Projekt legt einen Schwerpunkt darauf, dass die Studierenden ohne Angst und mit finanzieller Sicherheit aus ihren Erfolgen und Misserfolgen lernen können.

  • Projekt "Social Startup Guide"

Ansprechpartner: Brigitte Kauer, OTH Regensburg, startup@oth-regensburg.de; Alexander Schoenenwald und Daniel Kotter, beide Enactus Regensburg e.V., info@uniregensburg.enactus.de

Der „Social Startup Guide“ soll Gründungsinteressierten, die ein gesellschaftliches Problem auf wirtschaftliche Weise lösen möchten, als kompakter Wegweiser dienen und wie ein roter Faden durch den Gründungsprozess führen. Der Guide enthält einen allgemein anwendbaren Prozess, der als Modell dienen kann, Projekte zu professionalisieren, ihre Umsetzung zu standardisieren und in erfolgreiche Unternehmen zu überführen. Auf diese Weise soll der Guide die Gründungsdynamik und Entrepreneurship-Kultur für soziale Unternehmen nachhaltig fördern. Die Website www.social-startup-guide.de ergänzt den Guide und ermöglicht die Erstellung eines Businessplans. 

  • Projekt "GründerUni 2020"

Ansprechpartner: Torsten Conrad, Gründerforum e.V., Torsten.conrad@gruenderforum-bayreuth.de

Die „GründerUni 2020“ bietet ein Gesamtpaket für Gründerinnen und Gründer an, das sich in mehrere Phasen gliedert. Diese sind „Ideenabende“, „Ideenwettbewerbe“, „Elevator Pitch“, „Fit für Businessplan Wettbewerb Nordbayern“ und „Einfach Machen“. Bei den Ideenabenden soll beispielsweise der Gründergeist geweckt werden. Ein Ideenwettbewerb findet darauf aufbauend statt. Bei dem Elevator Pitch können dann die aussichtsreichsten Geschäftsideen den potentiellen Investoren vorgetragen werden und bekommen im Idealfall eine Startfinanzierung. Insgesamt gesehen werden bisherige Einzelangebote verschiedener Institutionen zu einem jährlichen Zyklus verbunden. 

  • Projekt "Startup WorkOut – Get trained"

Ansprechpartnerin: Natalie Kho, LMU Entrepreneurship Center, n.kho@lmulab.de

In verschiedenen Workshops wird den Studierenden die Denkweise von Unternehmern vermittelt. Die Teilnehmenden lernen anhand von Steckbriefen Start-ups kennen und erfahren einiges über deren Vorgehensweise und Denkansätze. Danach erarbeiten die Teilnehmenden ein Pitchdeck für diese Start-ups. Im Anschluss an die Workshops treffen die Teilnehmenden auf die Gründer selbst  und können sich mit ihnen austauschen. Das Besondere an diesem Ansatz ist, dass die Studierenden noch keine eigene Idee mitbringen müssen, um Einblicke in den Gründungsprozess zu bekommen.

Ansprechpartner: Florian Rickert, LMU Entrepreneurship Center, f.rickert@lmulab.de

Bei der „app@night“ handelt es sich um ein Wochenendseminar, das durch die Rede eines erfahrenen Gründers eingeleitet wird. Dadurch lernen die Studierenden das Mindset eines Entrepreneurs kennen. In interdisziplinären Teams wird dann eine neue Geschäftsidee erarbeitet. Währenddessen erhalten die Teams Coaching zu verschiedenen Themen, beispielsweise zu modernen Methoden für kreatives Problemlösen und Ideengenerieren. Die intensive Zusammenarbeit mit den Teamkollegen über ein ganzes Wochenende führt dazu, dass die Teams häufig auch danach an ihren Ideen arbeiten und diese zu einem Start-up weiterentwickeln.