Das Team von Thermovation will mit einer preiswerten Nachrüstlösung für Wärmepumpen den Heizungsmarkt verändern. Im Rahmen eines Hochschulprojektes entstand die Idee, Bestandsgebäude mit einer kostengünstigen Lösung fit für klimafreundliches Heizen zu machen – mit dem Ziel, den CO₂-Ausstoß zu senken. In dem Startup-Interview berichten die Gründer, wie aus einem modifizierten Klimagerät ein Prototyp wurde, welche Unterstützung sie von der Technische Hochschule Ingolstadt erhielten und vor welchen konkreten Herausforderungen sie aktuell stehen.

Stellt euch bitte kurz vor: Was genau macht euer Startup und was ist das Besondere an eurer Geschäftsidee?
Thermovation macht Wärmepumpen bezahlbar! Zum unschlagbaren Komplettpreis von nur 2.999 Euro (inklusive Einbaukosten) wird eine innovative Nachrüstlösung für Einfamilienhäuser mit Öl- oder Gasheizung angeboten. Die kostengünstige Wärmepumpe von Thermovation wird innerhalb nur eines Tages parallel zur bestehenden Heizung eingebaut und übernimmt fortan etwa zwei Drittel des jährlichen Heizwärmebedarfs. Dies entlastet die bestehende Heizung – besonders in den Übergangszeiten. Durch die Kombination von Einfachheit, Skalierbarkeit und einem günstigen Preis werden wir den CO₂-Ausstoß im Gebäudebestand auf breiter Front senken.
Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Die Idee entstand im Rahmen eines Projekts an der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen der Technischen Hochschule Ingolstadt. Ziel war es, eine bezahlbare Lösung zur Heizungsnachrüstung in Bestandsgebäuden zu entwickeln. Die technische Basis bildete eine modifizierte Klimaanlage – ein Massenprodukt mit Potenzial. Über eine Vernetzung im Hochschulkontext kamen wir mit unserem heutigen Teammitglied Alexander Mlynek in Kontakt, der bereits im privaten Rahmen an Wärmepumpen tüftelte. Gemeinsam entwickelten wir einen ersten Prototyp – der Grundstein für Thermovation war gelegt.
Welche Rolle spielte die Hochschullandschaft für eure Gründungsinitiative? Wovon habt ihr besonders profitiert?
Eine zentrale! Das Startup Center der THI hat uns von Anfang an begleitet – finanziell, beratend und organisatorisch. Mit der Anschubfinanzierung konnten wir zwei funktionsfähige Prototypen realisieren. Wettbewerbe wie „BayStartUp“ und „Gründerpreis Ingolstadt” brachten Sichtbarkeit, wertvolle Kontakte und erste Kunden. Zudem nutzen wir Hochschulräume für Entwicklung und Tests – ein unschätzbarer Vorteil in der Frühphase.
Was waren bzw. sind aktuell die bislang größten Herausforderungen für euch?
Aktuell stemmen wir die Entwicklung neben Beruf und Studium. Zeit ist daher ein knappes Gut. Besonders zeitintensiv sind Förderanträge und die Koordination im Tagesgeschäft. Wir setzen auf das EXIST-Gründungsstipendium, das es uns ermöglichen soll, in Vollzeit für Thermovation zu arbeiten – mit dem Ziel, aus dem Projekt ein marktreifes Produkt und ein skalierbares Unternehmen zu formen.
Welche Empfehlung oder welchen Tipp möchtet ihr anderen Gründern und Gründungsinteressierten mit auf den Weg geben?
Nutzt die Angebote eurer Hochschule – sie sind Gold wert! Gerade zu Beginn sind Netzwerk, Räumlichkeiten, Förderberatung und Austausch mit anderen Gründer:innen enorm hilfreich. Und: Sprecht über eure Idee! Sobald IP und Schutzrechte geklärt sind, bringt euch Feedback weiter als jede stille Planung.
Hier mehr über Thermovation: https://thermovation.net

Das Gründungsvorhaben wurde durch Angebote der Technischen Hochschule Ingolstadt unterstützt.
