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Loka AI: Mit KI den verborgenen Kandidatenschatz heben

Viele Executive-Search-Firmen verfügen über große interne Datenbanken, können diese mit klassischen Stichwortsuchen jedoch nur eingeschränkt nutzen. Loka AI entwickelt dafür eine KI-gestützte Suchmaschine, die natürliche Sprache versteht und Kandidatenprofile mit relevanten Branchendaten ergänzt. Kennengelernt haben sich die Gründer beim KI-Hackathon „The Pool“ der Hochschule München. Weitere Unterstützung erhielten sie von der Hochschule München, BayStartUp und dem TUM Venture Lab. Im Interview erzählen sie von Rückschlägen auf ihrem Gründungsweg und verraten, welchen Rat sie anderen Gründungsinteressierten mitgeben möchten.

Was genau macht euer Startup und was ist das Besondere an eurer Geschäftsidee?

Loka AI ist eine Suchmaschine für interne Kandidatendatenbanken von Executive-Search-Firmen – vergleichbar mit Google, aber speziell für Personalberater entwickelt. Wir helfen Executive-Search-Firmen dabei, schneller passende Kandidat:innen in ihren eigenen Daten zu finden. Unsere KI versteht natürliche Sprache, erkennt Synonyme und ergänzt Kandidatenprofile automatisch mit Branchendaten. Im Gegensatz zu anderen Lösungen legen wir großen Wert auf Datenschutz: Wir verwenden Open-Source-LLMs, betreiben unsere KI lokal auf eigenen Servern und verzichten vollständig auf Cloud-Lösungen oder die Einbindung externer Anbieter.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Die Idee entstand, als Ha seinem ukrainischen Nachbarn half, eine neue Arbeitsstelle zu finden – dabei wurde sein Interesse für die Recruiting-Branche geweckt. In Gesprächen mit Executive-Search-Firmen haben wir erfahren, dass viele von ihnen Hunderttausende Lebensläufe in ihren internen Datenbanken gespeichert haben – diese jedoch kaum nutzen können, da die Suche auf Schlüsselwörtern basiert und entsprechend unzuverlässig ist. Es ist, als säße man auf einem Goldschatz, ohne ihn heben zu können. Aus eigener Erfahrung in Tech und Beratung kannten wir die Mühen manueller, keyword-basierter CRM-Suchen nur zu gut – und wollten das ändern.

Welche Rolle spielte die Hochschullandschaft für eure Gründungsinitiative?

Wir haben uns beim AI-Hackathon „The Pool“ kennengelernt, der von der Hochschule München veranstaltet wurde. Die Hochschule München unterstützte uns mit einem kleinen Prototyping-Zuschuss sowie durch den Zugang zu Workshops und Mentor:innen im Gründungsumfeld. Weitere Unterstützung erhielten wir durch BayStartUp und das TUM Venture Lab – insbesondere durch Coachings, Pitch-Möglichkeiten und Sichtbarkeit im bayerischen Startup-Ökosystem. Zudem planen wir aktuell eine Bewerbung für das EXIST-Gründungsstipendium über die Universität Regensburg, an der Markus promoviert.

Anmerkung der Redaktion: Das Interview wurde im Jahr 2025 geführt. Inzwischen hat Loka AI das EXIST-Gründerstipendium erhalten und damit eine sechsstellige öffentliche Förderung für die Weiterentwicklung des Unternehmens eingeworben.

 

Was waren bzw. sind aktuell die bislang größten Herausforderungen für euch?

Eine der größten Herausforderungen war es, die „richtigen“ Probleme zu identifizieren, die wir mit unserer Lösung wirklich lösen können. Dazu kam, dass wir über 200 Absagen für Interviews erhalten haben – dennoch haben wir nie aufgegeben. Auch ist es nicht einfach, konservative Kund:innen von den Vorteilen unserer KI-Lösung zu überzeugen.

Zusätzlich müssen wir Studium, Nebenjobs zur Finanzierung unseres Lebensunterhalts und den Startup-Aufbau unter einen Hut bringen.
Besonders anspruchsvoll sind auch die langen Verkaufszyklen im B2B-Bereich: Vom Erstkontakt bis zur Vertragsunterzeichnung können bis zu sechs Monate vergehen.

Welche Empfehlung oder welchen Tipp möchtet ihr anderen Gründern und Gründungsinteressierten mit auf den Weg geben?

Probiert das Gründen idealerweise schon während eures Studiums aus – es ist die beste Zeit dafür. Sucht euch echte Probleme, die es zu lösen gilt – denn für spürbare Schmerzen sind Kunden bereit zu zahlen. Sprecht so früh wie möglich mit eurer Zielgruppe und hört gut zu – echtes Feedback ist wertvoller als jede Annahme
Fokussiert euch auf ein klares Alleinstellungsmerkmal statt auf eine Liste von Features.

Hier mehr über Loka AI erfahren: https://loka-ai.de/

Netzwerk HOCHSPRUNG

Loka AI ist ein Startup, das als Spin-off von Forschungsprojekten an der Universität Regensburg und der Technischen Universität  München gestartet ist.

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