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Seratolin

„Wir wollen Menschen glücklicher machen“, so lautet die Mission des Start-ups Seratolin. Dies soll mit Hilfe eines  Nahrungsergänzungsmittels gelingen, das den Serotonin- und Dopamin-Spiegel positiv beeinflussen kann. In unserem HOCHSPRUNG-Interview haben sie mit uns über Hürden und Herausforderungen bei der Produktentwicklung gesprochen. Außerdem haben die Gründer uns verraten, wie sie mit gleich zwei Verkaufstopps umgegangen sind und wie die OTH Regensburg sie unterstützt hat.

1. Stellt euch bitte kurz vor: Was genau macht euer Start-up und was ist das Besondere an eurer Geschäftsidee?
„Wir wollen Menschen glücklicher machen“, lautet unsere Mission. Dies gelingt uns mit dem Produkt „Serotalin“, einem Nahrungsergänzungsmittel, das den Serotonin- und Dopamin-Spiegel positiv beeinflussen kann. Serotonin wird selbst vom Körper gebildet. Durch die Einnahme von bestimmten Aminosäuren in Kombination mit anderen Nährstoffen und Spurenelementen kann die körpereigene Produktion von Serotonin messbar gesteigert werden. Mit entsprechenden positiven Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und Motivation.

Serotalin ist ein Nahrungsergänzungsmittel mit perfekt abgestimmter Kombination dieser notwendigen Stoffe zur Steigerung der körpereigenen Serotoninproduktion. Mit der Einnahme von Serotalin können Antriebslosigkeit, Unzufriedenheit und Gereiztheit überwunden werden und es hilft, mehr Leistung zu erbringen – privat, beruflich und im Sport.

2. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Mit der Diagnose ADHS habe ich mich durch die Schule und das Studium gequält. Medikamente halfen nur temporär, bieten jedoch keine langfristige Lösung durch die starken Nebenwirkungen. Schwankende Neurotransmitterspiegel sind verantwortlich für die typischen ADHS-Symptome wie z.B. Konzentrationsschwäche und Stimmungsschwankungen. Bereits während des Studiums habe ich mit verschiedenen natürlichen Stoffen experimentiert und konnte auf diese Weise meine Leistung in Kombination mit Sport kontinuierlich verbessern. Hieraus ist später die Grundrezeptur für Serotalin entstanden.Ich konnte so die Probleme mit ADHS in den Griff bekommen und dauerhaft ohne Nebenwirkungen konstante Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit erreichen.

3. Welche Rolle spielte die Hochschullandschaft für eure Gründungsinitiative? Wovon habt ihr besonders profitiert?
Da wir kein klassisches Hochschul-Start-up sind, waren die Synergien in der Anfangsphase nicht so groß. Jedoch war die eigentliche Initialzündung für Serotalin das Studium an sich. Mein Anspruch war, eine gute Leistung abzuliefern. Die Idee für Serotalin war geboren. Erst zwei Jahre nach der Gründung bin ich wieder mit meiner Hochschule (OTH Regensburg) in Kontakt getreten. Insbesondere in den Bereichen Forschung und Personalrekrutierung wurde ich hier unterstützt. Hieraus entstand eine Win-Win-Situation. Die Studierenden konnten ihre wissenschaftlichen Kenntnisse in einem jungen Unternehmen umsetzen.

4. Was waren die bislang größten Herausforderungen für euch?
Bei der Produktentwicklung für Serotalin haben wir uns der neuesten Studien bedient und daraus entsprechende Inhaltsstoffe abgeleitet. Für viele neuartige Stoffe ist es jedoch nicht einheitlich geregelt, ob und in welcher Menge man diese in einem Nahrungsergänzungsmittel / Lebensmittel verwenden darf. In den ersten zwei Jahren hatten wir zwei Verkaufsstopps, weil ein Abmahnverein uns verklagte, obwohl unser Gutachter einen Inhaltsstoff als zulässig deklariert hatte. Im Zuge der Aufklärung konnte uns selbst das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft keine Antwort liefern und verwies uns wiederum an einen Gutachter.

Zusätzlich wurden wir von Verkaufsplattformen wie Amazon und Zahlungsanbietern wie PayPal via Algorithmus immer wieder als „Pharmaceutical“ eingestuft und gesperrt – und dies ohne die Möglichkeit, dagegen Widerspruch zu erheben. Auch sucht man oft vergebens nach dem richtigen Ansprechpartner. Hier stand immer wieder unsere Existenz auf dem Spiel.

5. Welche Empfehlung oder welchen Tipp möchtet ihr anderen Gründern und Gründungsinteressierten mit auf den Weg geben?
So schnell wie möglich in die Vermarktung gehen und keine Angst vor einem Nischenmarkt zu haben. Wir sind z.B. in der Nische Serotonin (Keyword) auf Amazon gestartet und wollten hier organisch auf Platz 1 sein. In letzter Zeit erleben wir ein enormes Wachstum in diesem Markt. Es muss nicht immer Software sein. Jeff Bezos hat mit dem Verkauf von Büchern begonnen und heute leben wir mittelbar oder unmittelbar im Amazon-Universum.

6. Wie wirkt sich die Corona-Krise auf euer Start-up aus?
Im Frühjahr, als das Thema wirklich ernst wurde, führte dies in vielen Bereichen zu Lieferengpässen. Auch wir waren davon betroffen als ein Rohstoff plötzlich nicht mehr lieferbar war und wir unser Serotalin nicht mehr produzieren konnten. Unser Lager war leergelaufen und unser Produkt war über einen Zeitraum von 2-3 Wochen nicht mehr lieferbar. Die Folgen: Amazon und auch andere Kanäle strafen dich sofort im Ranking ab, Kunden kaufen andere Produkte etc.. Letztlich wussten wir damals auch nicht, ob das jetzt ein Dauerzustand bleiben wird. Als Unternehmer sieht man sich in dieser Situation einfach der höheren Gewalt ausgeliefert. Der Normalzustand pendelte sich dann wieder ein und heute sind wir wieder guten Mutes. Darüber hinaus hoffen wir, in diesen Zeiten mit unserem Produkt einen wertvollen Beitrag für das Thema „glücklich sein“ zu leisten.

Hier mehr über Seratolin erfahren: www.serotalin.de